Lege klare Laufstrecken an, die schnelle Richtungswechsel und kurze Sprints ermöglichen, ohne die Wohnung zu blockieren. Kaninchen profitieren von längeren Geraden zum Hoppeln, Meerschweinchen von breiten, sicheren Pfaden ohne steile Rampen. Vermeide Engstellen, Gitterböden und rutschige Oberflächen. Markiere Übergänge mit Teppichläufern, damit Pfoten Halt finden. Bilde natürliche Kreisläufe statt Sackgassen, sodass Tiere sich ausweichen und jederzeit zurückziehen können, ohne bedrängt zu werden.
Plane mehrere Verstecke mit unterschiedlichen Eingängen, damit rangniedere Tiere nicht in Ecken gedrängt werden. Vermeide transparente Boxen als einzige Option, da Blickkontakt Stress erhöhen kann. Geschlossene Häuschen, Tunnelsysteme und Sichtschutzwände aus stabiler Pappe oder Holz schaffen Ruhe, ohne die Umgebung vollständig auszublenden. Achte auf gute Belüftung, ausreichend Platz zum Umdrehen und möglichst weiche, trockene Unterlagen. So entsteht Sicherheit, ohne soziale Interaktion dauerhaft zu unterbinden.
Zirkuliere Bewegungsflächen entlang der Wände und lasse die Raummitte frei, um deinen Alltag nicht zu stören. L- und U-Formen verbinden sichere Ruheplätze mit klaren Laufwegen. Setze niedrige, geschlossene Seiten an Trubelstellen und durchlässige Elemente an ruhigeren Strecken. Eine Kombination aus Teppichläufern und rutschfesten Matten reduziert Lärm und schützt Böden. Achte darauf, dass Türen, Schränke und Fluchtwege des Menschen weiterhin zugänglich bleiben, damit Pflege und Notfälle reibungslos funktionieren.
Mit Steckgittern, leichten Holzrahmen und magnetischen Fronten baust du im Handumdrehen Zusatzflächen oder Rückzugsabschnitte. Diese Module helfen bei schrittweisen Vergesellschaftungen, bei Genesung nach Operationen oder zur Entschärfung temporärer Konflikte. Transparente Einsätze erlauben Beobachtung, während Stoff- oder Holzblenden gezielten Sichtschutz spenden. Markiere Module farblich, um Aufbauvarianten schnell zu erkennen. So wächst das System mit den Bedürfnissen deiner Tiere, ohne dein Wohnzimmer in eine dauerhafte Baustelle zu verwandeln.
Nutze stabile, standfeste Gehegeelemente, die weder umkippen noch untergraben werden können. Fixiere Übergänge mit Winkeln oder Kabelbindern, aber achte auf saubere Enden ohne Verletzungsrisiko. Fronten sollten ausreichend hoch sein, um Sprünge zu verhindern, jedoch Reinigungszugang ermöglichen. Prüfe Spaltmaße, damit Köpfe, Pfoten oder Schnauzen nicht festklemmen. Wo Heizkörper, Kabel oder Pflanzen stehen, setze zusätzliche Schutzgitter. So bleibt der Wohnbereich wohnlich und zugleich sicher vor neugierigen Zähnen und geschickten Pfoten.
Verwende weiche, saugfähige Schichten unter wischfesten Oberlagen, damit Feuchtigkeit schnell gebunden wird. Fleece- oder Moltonauflagen können komfortabel sein, erfordern jedoch regelmäßiges Waschen. Kombiniere punktuell tiefe Einstreubereiche zum Wühlen mit glatten Laufzonen, damit Krallen nicht hängenbleiben. Vermeide scharfe Übergänge, fixiere Teppichkanten und nutze Anti-Rutsch-Matten. Prüfe regelmäßig auf Nässeinseln oder Geruch, um Hotspots frühzeitig zu entschärfen. So entsteht ein hygienischer, leiser und gelenkschonender Untergrund.
Kau- und kratzfeste Hölzer wie Birke oder Buche sind langlebig, sollten jedoch splitterfrei verarbeitet sein. Verwende ungiftige Lacke oder Öle, falls Versiegelung nötig ist, und meide Weichmacher. Metallgitter brauchen glatte Schweißpunkte, Kunststoffboxen abgerundete Kanten. Prüfe Schrauben und Scharniere regelmäßig, um Spiel zu reduzieren. Kabeleinfassungen, abgedeckte Steckdosen und gesicherte Pflanzen verhindern Unfälle. Denke an austauschbare Elemente an stark beanspruchten Stellen, damit du Verschleiß kostengünstig und schnell kompensieren kannst.